Bei Twitter: kurzer Blick auf den Galaxyplayer 50! Dort läuft sogar die iOS Maps App :-D. http://t.co/ROdmPblw 2011-10-18
IFA 2010: Berlin adieu … für’s Erste

Mit persönlicher Anwesenheit auf der habe ich dieses Jahr zum ersten Mal geglänzt. Die Haupttrends in der Comsumer Electronics Branche waren ja bereits im Vorfeld hinreichend bekannt, so dass an Präsententation nur wenige Überraschungen auf mich warteten. Mobil, dreidimensional und grün; diese Strömungen haben sich in vielen Bereichen der Messe wieder gefunden. So stellten eine Vielzahl der Aussteller ihren ersten Gegenentwurf zum vor, andere belegten die Nachhaltigkeit ihrer Produkte durch energiesparende Technik und wiederverwertbare Materialen, die Fernsehindustrie sagt dem -Kino den Kampf an und andere versuchten sich mit noch ausgefalleneren Schutzhüllen, noch schlaueren Haushaltsgeräten und lauteren “Stereo”-anlagen vom jeweiligen Wettbewerber abzusetzen. Während der Zeit vor und in sind die folgenden, wenigen Beiträge entstanden:

Interessant war die IFA 2010 allemal. Nun ist es an der Zeit das Thema Funkausstellung für dieses Jahr abzuschliessen und unserer Hauptstadt Adieu! zu sagen. Berlin wird in den nächsten Monaten nur noch ohne technischen Hintergrund bereist. In diesem Sinne: gute Nacht!


IFA 2010: Designpreis Deutschland mag Vodafone?

Ich freue mich stets, wenn gutes standesgemäß gewürdigt wird. So war auf meiner Route durch die Messehallen ein Besuch des “ ”-Standes obligatorisch. Wer diesen Award noch nicht kennt, dem sei ein Besuch auf der Website der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Organisation empfohlen. Dort liest man:

Designpreis der Bundesrepublik Deutschland
Der Designpreis der Bundesrepublik Deutschland ist die höchste offizielle deutsche Auszeichnung im Bereich . Er wird als »Preis der Preise« bezeichnet, denn kein anderer Designpreis stellt ähnlich hohe Anforderungen an seine Teilnehmer…

Mit dieser Beschreibung im Hinterkopf war ich umso irritierter als ich an den nominierten Kandidaten für das Jahr 2011 in der Kategorie “Mobile Phone” entlang schritt. Von elf Telefonen, tragen zehn das -Brand. Auch ein USB-Stick ist unter den Wettbewerbern. Dieses Bild zeigt den Scan der am Stand verteilten Flyer. Da das Blatt keinen Copyright-Vermerk trägt, bin ich so frei es hier zu zeigen. Die Dichte an Vodafone-Nominierungen ist auffällig. Als Konsument hoffe ich, dass bei solch öffentlichen Preisvergaben keine Präferenzen gemacht werden, sondern dass einzig Sony Ericsson und Vodafone ihre Geräte zur Wahl stellten und andere Hersteller kein Interesse an einer Nominierung hatten. Wer sich einige Bilder der Designwunder ansehen mag, dem empfehle ich die Typenbezeichnung einfach bei der Google-Bildersuche einzugeben. Man mag sich dann selbst eine Meinung bilden. In der Zwischenzeit zappe ich ein wenig durch die red dot Site.


IFA 2010: Naturverbunden

Das Thema Nachhaltigkeit war nicht nur bei den großen Herstellern der Elektronikbranche allgegenwärtig, auch die kleinen warben mit ausgeprägter Naturverbundenheit. Zur ultimativen Ökoindividualisierung gehören die folgenden beiden Beispiele:

Recycling : eine Hülle für ökologische Bastelfreaks stellt auf der vor. Die aus Recycling-Papier hergestellte Hülle wird direkt mit den passenden Filzstiften für die eigene Gestaltung geliefert. Noch befindet sich das sog. Sketch Up Cover bei Trexta nicht im Verkauf. Ein Cover für das iPhone 4 habe ich nicht gesichtet. Wer seinem Nachhaltigkeitsdrang als unbedingt mit dem Smartphone Ausdruck verleihen möchte, sollte auf ein iPhone 3GS umsteigen.

Notebook Ständer im Landhausstil: Man stelle sich ein Unibody-Macbook auf dieser Holzkonstruktion vor: nicht immer siegt der gute Geschmack. Vielleicht bietet jemand im nächsten Jahr die passende -Klebefolie mit Holzmaserung für die Notebookgehäuse an, dann könnte wieder ein Schuh draus werden ;-)


IFA 2010: Saugen, putzen, navigieren

Einige Haushaltsgeräte haben sich mittlerweile zu kleinen Technikwundern gemausert. Dieser Saugroboter erfasst sein Umfeld durch Ultraschall- und Infrarotsensoren, sowie einer Kamera. Damit stößt er nicht nur nirgends an oder schützt sich vor dem Herunterfallen an kleinen Abgründen; dieser Staubsauger speichert seine eigene Trajektorie und optimiert so den Reinigungsvorgang. Warum sollte man auch irgendwo zwei mal putzen. Übrigens gibt es ähnliche Geräte auch von und iRobots. (weiterlesen …)


IFA 2010: Die dritte Dimension, flach gepresst

Auffällig viele Brillenträger standen in und an den Boxen der großen Fernsehhersteller, denn war überall. Nahezu jede namhafte TV-Manufaktur der Welt hatte mindestens ein Modell mit Raumblick im Programm. Der derzeitige Mangel an -Filmen führte glücklicherweise dazu, dass überall der gleiche Demofilm (irgendwas mit „Surfen auf Hawaii“) über die Mattscheibe flimmerte – das erleichtert einem ungemein den Vergleich. Die derzeit erzielbare Qualität ist erstaunlich gut und steht dem -Kino bis auf Größe, Atmosphäre und den echten Nachos in nichts nach.  Ärgerlich beim - ist nur, dass man diese Plastikbrillen tragen muss. (weiterlesen …)


IFA 2010: Apple stilprägend

Schreitet man mit offenen Augen durch die Hallen der wird einem sehr schnell bewußt, wie stilprägend -Produkte für einen ganzen Industriezweig geworden sind. Prizipiell sehen alle Tablets wie iPads aus. Nahezu alle Fernseher nehmen sich Designanleihen aus Cupertino, eine grundlegende Differenzierung der einzelnen Hersteller in Form und Gestaltung ist kaum zu beobachten.
Gerne auch im Zubehörgeschäft versucht man auf der Erfolgswelle von Apple mitzuschwimmen. So entdeckte ich zum Beispiel diese Festplatte, die verdächtig stark nach einer Magic Maus aussieht.

beglückt Kochbegeisterte mit einem Werbepanel in Form eines riesigen iPhones – falsch – in Form eines Smartphones, welches wiederum eine Kopie des iPhones ist. Kaum ein Fernseher zaubert keine Apps im Gestalt kleiner Quadrate auf das Panel, um dem Gerät eine gewisse Fortschrittlichkeit zu verleihen. Obwohl Apple keinen Stand auf der IFA betreibt sind sie doch allgegenwärtig.


IFA 2010: ein Paradoxon

Ein kalter Schauer lief mir den Nacken hinab, als ich dieses iDOS las. Schnell wurde mir bewusst, dass ich mich in einer Halle für Haushaltsgeräte befand und die Beruhigung stellte sich schnell wieder ein.


IFA 2010: Habe ich die Tablet-Zukunft gesehen?

Pünktlich zur Pfortenöffnung hat mich Berlins S-Bahn am Samstag morgen vor der ausgespuckt. In großer Erwartung und bewaffnet mit allerlei Fotografier- und Internet-Equipment schritt ich auf den Pfaden der medialen Zukunft.

Interessanterweise stolperte ich als erstes über einen neuen -Wettbewerber, das Interpad. Eine gute Gelegenheit meine Finger endlich mal über ein - gleiten zu lassen und auch ein Grund mich dem Thema iPad direkt am Anfang meiner IFA-Logs zu widmen. Meine erste Erfahrung mit einer Android-Platte war eher eine Begegnung der dritten Art. Der Mangel an Performance liess mir das Interpad direkt wieder aus den Händen fallen. Es war mir zu „sticky“ – mir fehlte die Leichtigkeit des Seins bei der Bedienung dieses Geräts. Vielleicht hatte ich ja später etwas mehr Glück. Ein schneller Griff an das iPad in meiner Schultertasche gab mir ein heimatliches Gefühl.

Natürlich hatte die IFA noch weiteren Herstellern eine geeignete Darstellungsplattform gegeben. Ich nenne hier die beiden auffallendsten Beispiele und . Das Samsung Tab klingt allein vom Namen her nach fernen Welten und viel Science Fiction. Nomen est Omen? Das Gerät selbst überzeugte im Vergleich zum Interpad zwar mit fühlbar mehr Rechenleistung, die Bedienung war aber ähnlich umständlich. Das mag wohl am kaum individualisierten Android liegen. Ein Offenbarungseid leistete sich das Tab nicht nur in Sachen Pastikhaptik und Verarbeitung (was ihnen allerdings einen kleinen Gewichtsvorteil gegenüber dem iPad verschafft), sondern auch im Umgang mit Medien. Musikplayer und Fotos erinnern im Android-Umfeld mehr an das MP3s klicken in Windows, denn an flüssig, kreatives Konsumieren. Cool ist anders – nun gut, dies ist auch immer ein Stück weit Geschmacksache. Ein Hands-On Video von der IFA zum Tab gibt es im Vimeo-Kanal von m4gic.net.

Archos hatte aus Mangel an Geräten nur noch ein geschrumpftes Tablet zur Begutachtung ausgestellt. Der resistive Touchscreen benötigte bei dieser Version noch Lupen-Tasten, um Bilder zu zoomen. Archos wird aber nach eigenen Aussagen im Herbst die große Tablet-Version mit Multitouch in den Markt werfen wollen – es gab sie nur eben nichtmehr zum Testen.

Die wenigen Tabletts, die ich sah waren alles andere als die Zukunft. Viel mehr liegt die Zukunft dieser Tablets soeben unter meinen Fingern und heisst iPad. In der aktuellen Umsetzung fehlt den Android-Tablets das Sex-appeal des iPads. Einigen Anwärtern aber auch noch die grundlegende Leistsungsbasis. Ja, sie haben einen Touchscreen, einige haben sogar eine Kamera, sie können tolle Spiele und auch Internet. Und trotzdem: sie sind die in Umgang und Haptik fühlbar schlechte Kopie einer grandiosen Vorlage: dem iPad. Preislich liegen übrigens alle Geräte leistungs- und ausstattungsbereinigt recht ähnlich, so dass einige dieser Platten es schwer haben werden sich zu behaupten. Trotzdem werden Android-Tablets ihren Platz im Markt finden. Dies begründet sich zum einen darin, dass viele Kunden auch heute noch nach TechSpec-Tabellen in der Art “Kamera? check! Flash? check! Telefonieren? check!” entscheiden und sich eine große Masse wiederum nicht dem “geschlossenen System” Apples unterwerfen wollen.

Update Galaxy Tab – 08.09.2010

Samsung bietet das Galaxy Tab jetzt für 799 EUR bei Amazon an. Der Kunde erhält dafür ein Tablet mit 32GB Speicher und einem 7″ Display im Plastikgehäuse. Damit liegt es preisgleich mit ’s größtem iPad (64GB UMTS Version). Ob sich die im Galaxy Tab installieren Kameras (3MP Foto, 1.3MP Webcam) mit dem größeren Display und der hochwertigeren Haptik des iPads aufwiegen läßt, wird der Kunde für sich entscheiden müssen. Persönlich halte ich den Galaxy-Preis für überteuert; es hat mir auf der IFA nicht gerade die Kinnlade fallen lassen. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass einige Mobilfunkprovider ein gesponsortes Paket mit dem Galaxy Tab zusammen stellen. In den USA wird der iPad-Konkurrent für knapp 400 USD mit Vertrag angeboten werden.