Noch im August liefen die Diskussionen um Google’s StreetView auf höchsten Touren. Die Entrüstungen des Volkes, der Politik und der Medien waren vor allem dazu geeignet das damalige Sommerloch zu stopfen. Auch iCider konnte sich dem Irrsinn nicht entziehen und gab seinen Senf dazu.
Der Spiegel berichtet nun, dass bereits mehrere Hunderttausend Bundesbürger die Unkenntlichmachung ihres Hauses bei Google beantragt haben – und dies obwohl die Widerspruchsfrist erst zur Hälfte abgelaufen ist. Deutsche reagieren auf das Thema Privatsphäre allein vor dem geschichtlichen Hintergrund etwas empfindlicher als andere Völker. Trotzdem ist die Zahl erstaunlich hoch. Sämtliche Aktionen des Staates zur Schaffung von mehr Bürgertransparenz haben vergleichbare Massen nicht zum Widerspruch (bzw. zur Demonstration) mobilisieren können. Am Ende traut man in unserem Kulturkreis dem Staat offensichtlich mehr als den bösen Megakonzernen.
Ein Beispiel (Update 03.10.2010): Laut Golem.de verkaufen Meldeämter unsere Adressen an Datenhändler. Dafür seien immerhin 5-15 Euro je Datensatz zu bekommen.


Ich gebe zu, als 