Ich habe es mir mittlerweile zur Gewohnheit gemacht, regelmäßig – ja, fast täglich – TechNews über Twitter oder RSS-Feeds zu verfolgen, um einigermaßen auf Stand zu bleiben. Dabei fällt mir auf, dass es insbesondere im deutschsprachigen Raum eine Art Beitragsschablone für Techblogs zu geben scheint. Die Autoren entwickelten – wahrscheinlich ungewollt – eine Art Formulierungs-Mainstream, der einige Phrasen mit besonderer Vorliebe zur Anwendung bringt. Beispiele sind:
… Wir sind gespannt … Wir lassen uns überraschen. Wie zu erwarten war, hat… Schon seit längerer Zeit kursieren Gerüchte, … Näheres erfahren wir wohl… Nur noch wenige Tage und… wird schon das lang erwartete… könnte, würde, müsste, käme… allerdings nicht ganz klar, ob… Vor allem die Diskussion um…
Reflektiere ich meine eigenen Beiträge im iCider, so stelle ich fest, dass auch ich diesem Mainstream unterlegen bin. Es ist einfach zu leicht mit diesen oder ähnlichen Wortgruppen Informationen schnell in einen Artikel zu giessen, ohne besonders bestimmt sein zu müssen. Denn gerade in der auf Apple fokussierten Technikwelt wird viel und muss viel mit Konjunktiven gearbeitet werden. Schade eigentlich, denn als Leser würde ich mich über deutlich mehr Abwechslung freuen, auch wenn es sich in den verschiedenen Blogs um ein und das selbe Thema dreht. Ich für meinen Teil werde zumindest versuchen mich diesem Muster zu entziehen. Mit drückenden Daumen verabschiede ich mich aus diesem Beitrag.


