Der Safari Reader – eine der Neuerungen in der kürzlich erschienen Version 5 des Apple Webbrowsers – ist eine Funktion, die Webseiten um ihren Seitenkopf, den Fußzeilenbereich und die Seitenleisten erleichtert, um aus dem übrig gebliebenen Textrumpf eine leicht lesbare Seite neu zu formen und darzustellen. Früher hieß so etwas simpel Druckansicht. Der Reader destilliert die Seite im Prinzip auf das Wesentliche.
Die Destillationsfunktion ist vielen Usern bereits aus Offline-Readern wie Instapaper bekannt. Der iCider hat eine vergleichbare Funktion integriert, wenn man auf den “Einfache Ansicht”-Button klickt.
Safari erkennt Seiten mit ausgeprägtem Textrumpf automatisch und signalisiert dies durch einen kleinen Button in der Adressleiste.

Dies funktioniert problemlos bei den meisten Online-Diensten der relevanten Zeitungen und Zeitschriften sowie bei quasi allen Blogs. Leichte Probleme bekommt der Reader bei Artikeln, in denen sich Werbung und Flash-Animationen durch den gesamten Kerntext ziehen. Das ist mir bisher aber nur beim Handelsblatt aufgefallen.
Die Alternative für Safariphobe
Alternativ zu integrierten Lösungen bietet das Arc90-Projekt Readability eine Bookmarklet-Funktion mit ähnlichem Ergebnis. Diese lässt sich mit unterschiedlichen Browsern konfigurieren und verwenden. Readability lässt sich auch als Plug-in direkt in den Firefox-Browser integrieren. Dazu ruft man einfach das Menü “Add-ons” und dem Reiter “Add-ons herunterladen” auf und gibt als Suchbegriff Readability ein. Das Plug-in istalliert einen kleinen Button in der Statusleiste. Das Anzeigeergebnis entspricht dem des Bookmarklets.
Fazit
Der Safari liefert ein etwas schöneres Ergebnis und ein wenig mehr Funktionen. Ein klarer Nachteil des Safari-Reader ist die fehlende Unterstützung von Tabellen. Readability ist die sinnvolle Alternative für solche, die Safari nicht verwenden möchten.





